den Philoſophen Friedrich Heinrich Jacobi, als Sitz der edelſten Gaſtfreyheit beruͤhmt ge⸗ worden iſt. Dieſer Garten ward von dem Fluͤß⸗ chen Duüſſel durchfloſſen, und durch mehrere helle Teiche belebt. In jenem ſtillen Aufent⸗ halte erzog er herrliches Obſt von allen Arten⸗ innig erfreut, wenn er damit, ſo wie mit den Weinen ſeines wohlbeſetzten Kellers jemand er⸗ quicken konnte. Er hatte eine ausgezeichnete Orangerie angelegt, und meiſtentheils ſelbſt ge⸗ zogen und gepflegt. Sein Treibhaus war mit den ſeltenſten Gewaͤchſen aller Welttheile bevoͤl⸗ kert. Kurz, ſeine Lebensweiſe war jene, die einen wohlhabenden und vielfach gebildeten Ge⸗ ſchaͤftsmann ankuͤndigt, dem weiſer Genuß nicht fremd iſt.
Er lebte gluͤcklich mit feiner Gattin, Falmers Tochter. Sie zeichnete ſich aus als eine Frau von ſehr feinem Verſtande, von zarter Empfin⸗ dung, liebevollem Weſen und hoher Religio ſitaͤt ohne die mindeſte Bigotterie. Aeußerſt wohlthaͤ⸗ tig erwies ſie ſich gegen alle Armen ohne Unter⸗ ſchied des Kirchenglaubens, obgleich ſie der re⸗ formirten Kirche angehoͤrte; weßhalb nach ihrem Tode die katholiſchen Armen haͤufig um ihren Sarg knieten und beteten. Ein zarter Koͤrper⸗


