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einſehe, daß, im Ganzen, die Zeiten beſſer ge⸗ worden ſind, ſo liegt doch ſelbſt in den Maͤn⸗ geln der Sitten und Gewohnheiten, welche in meinen jungen Tagen herrſchten, etwas, das ſie mir unausſprechlich theuer macht. Nichts kommt mir ſonderbarer und ver⸗ kehrter vor, als die Art, wie bei den Heira⸗ then in neuerer Zeit zu Werke gegangen wird. Beide Theile halten die Sache ſo geheim, als ob etwas Schimpfliches in dem Verhaͤltniß laͤge. Die Dame laͤugnet es ganz entſchieden ab, daß irgend etwas der Art im Werke ſey,
lacht, wenn man Den oder Jenen als ihren
kuͤnftigen Gatten nennt, und wettet ſogar den Tag vorher, ehe die Hochzeit iſt, daß da⸗ von nicht die Rede ſey. Beide Theile ſchlei⸗ chen ſich ſo ſtill als moͤglich in das eheliche Leben hinein, und ſcheinen ordentlich ſtolz auf die liſtige und gewandte Art zu ſeyn, womit ſie dieß bewerkſtelligt haben.
Wie verſchieden waren dagegen die Sit⸗ ten der fruͤheren Zeit! Ich erinnere mich noch, wie Squire Styliſh meiner Baſe Barbara den Hof machte. Waͤhrend dieſer ganzen Zeit


