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kommen duͤrften; es hat ihn jedoch dabei das getrö⸗ ſtet, daß er geſehen, wie das, was Einer beſonders getadelt hat, von einem Andern wieder eben ſo aus⸗ ſchließlich gelobt worden iſt, und ſo findet er, wenn er die Lobeserhebungen gegen den Tadel haͤlt, daß man ſein Werk, im Ganzen, weit uͤber Verdienſt ge⸗ prieſen hat.
Er weiß ſehr wohl, daß er Gefahr laͤuft, von dieſer Gunſt ſehr viel einzubuͤßen, indem er die Rathſchlaͤge nicht befolgt, die man ihm ſo guͤtiger⸗ weiſe ertheilt hat, denn wenn man unentgeltlich ſo vielen guten Rath erhaͤlt, ſo iſt es wol immer Je⸗ mandes eigene Schuld, wenn er nicht den rechten Weg geht. Er kann, zu ſeiner Rechtfertigung, nur das anfuͤhren, daß er eine Zeitlang feſt entſchloſſen war, ſich in dem zweiten Bande ſeines Werks nach den Urtheilen zu richten, weſche uͤber den erſten gefaͤllt worden waren; allein er ward durch das Widerſpre⸗ chende dieſer vortrefflichen Rathſchlaͤge bald irre ge⸗ macht. Einer gab ihm den freundſchaftlichen Rath, das Scherzhafte zu vermeiden, ein Anderer nichts Pathetiſches anzubringen, ein Dritter verſicherte ihn, daß ſeine Schilderungen ganz leidlich waͤren, warnte ihn aber, ſich nicht mit Erzaͤhlungen zu be⸗ faſſen, waͤhrend ein Vierter behauptete, er habe eine ziemliche Fertigkeit, eine Geſchichte aufzuſtutzen, und ſey in der That ſehr unterhaltend, wenn er ernſt⸗ haft ſchreibe, irre ſich aber ſehr, wenn er nur im
Geringſten glaube, daß er einen Funken Humor beſitze. 3
einen andern Weg verſchloß, ihm aber dafuͤr die uͤbrige Welt eröffnete, um darin umherzuſtreifen, ſetzte ihn alſo nicht wenig in Verwirrung, und er fand, daß, wenn er ihre ſaͤmmtlichen Rathſchlaͤge befolgen wolle, er geradezu ſtill ſtehen bleiben muͤſſe. So befand er ſich eine Zeitlang in großer Verlegen⸗
Der Rath ſeiner Freunde, von denen jeder iuim.


