Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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nen warmen herzlichen Erguß der Freude und Ge⸗

muͤthlichkeit zuſammenſchmolzen. Die alten Hallen der Burgen und Herrenhaͤuſer ertoͤnten von der Harfe und dem Weihnachts⸗Liede, und ihre gewal⸗ tigen Tafeln erſeufzten unter der Laſt der Gaſtfrei⸗ heit. Selbſt in der gemeinſten Bauerhuͤtte ward die feſtliche Jahreszeit mit gruͤnem Schmuck von Lorbeeren und Stechpalmen bewillkommnet; der Schein des erfreulichen Feuers ſchimmerte durch die Fenſterladen, und lud den Fremden ein, die Thuͤr⸗ klinken aufzudruͤcken, und ſich an den ſchwatzenden Haufen zu ſchließen, der um den Herd ſaß und den

langen Abend durch ſagenhafte Schwaͤnke und oftge⸗

hoͤrte Weihnachts⸗Erzaͤhlungen ſich zu verkuͤrzen ſuchte.

Eine der am wenigſten angenehmen Wirkungen der Verfeinerung der neuern Zeit iſt die Zerſtoͤrung, welche ſie unter den herzlichen alten Feſttagsgebraͤu⸗ chen angerichtet hat. Sie hat die ſcharfen Umriſſe und lebendigen Formen dieſer Verſchoͤnerungen des Lebens gaͤnzlich verwiſcht, und der Geſellſchaft zwar eine glattere, glaͤnzendere, aber auch weniger eigen⸗ thuͤmliche Auſſenſeite gegeben. Viele von den Weih⸗ nachtsſpielen und Feſtlichkeiten ſind gaͤnzlich ver⸗ ſchwunden, und, wie des alten Falſtaff's Xeres⸗Sekt*),

*) Heinrich IV. Thl. II. 4r Aufz. Ueberſ.