Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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enger geknuͤpft werden; wo die Kinder der Familie, welche in das Leben hinaus verſchlagen worden und weit aus einander gewandert ſind, wiederum um den vaͤterlichen Herd, wie an einen Sammelplatz ſuͤßer Neigungen, ſich vereinigen, und ſich, unter dem liebevollen Andenken der Kindheit, wiederum zu lieben anfangen.

Es liegt ſogar in der Jahreszeit ſelbſt etwas, das dem Weihnachtsfeſte einen Reiz verleiht. Zu anderen Zeiten bereiten die bloßen Schoͤnheiten der Natur uns ſchon einen großen Theil unſerer Ver⸗ gnuͤgungen. Unſere Gefuͤhle ſchwaͤrmen umher und verbreiten ſich auf der ſonnigen Landſchaft, und wir lebendraußen und uͤberall. Der Geſang der Vögel, das Murmeln des Baches, der angenehme Duft des Fruͤhlings, die ſanfte Wolluſt des Som⸗ mers, der goldene Prunk des Herbſtes; die Erde mit ihrem Gewande von erfriſchendem Gruͤn, der Himmel mit ſeinem dunkeln, herrlichen Blau und ſeiner Wolkenpracht; alles dieß erfuͤllt uns mit ſtum⸗ mem und doch lebendigem Entzuͤcken, und wir ſchwel⸗ gen in der Wolluſt der bloßen Gefuͤhle. Mitten im Winter aber, wo die Natur aller ihrer Reize be⸗ raubt iſt und in ihrem ſchneeigen Leichentuche liegt, wenden wir uns zu geiſtigen Quellen, um daraus Vergnuͤgen zu ſchoͤpfen. Waͤhrend das Wuͤſte und