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dungen Anlaß. Es liegt ein gewiſſes feierliches und
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heiliges Gefuͤhl darin, welches ſich in unſere geſell⸗ ſchaftliche Froͤhlichkeit miſcht, und den Geiſt zu ei— nem geheiligtern und erhoͤhtern Genuſſe erhebt. Die Kirchentexte ſind um dieſe Zeit ungemein zart und begeiſternd. Sie beziehen ſich auf die herrlichen Er⸗ zaͤhlungen von der Entſtehung unſeres Glaubens und den Hirtenauftritten, welche die Ankuͤndigung deſſel⸗ ben begleiteten. Sie nehmen waͤhrend der Advente allmaͤhlig an Inbrunſt und Erhebung zu, bis ſie an dem Morgen, welcher den Menſchen Friede und Gluͤckſeligkeit brachte, in vollen Jubel ausbrechen. Ich kenne keine groͤßere Wirkung, welche die Muſik auf das Gefuͤhl hervorbringt, als die einer Weih⸗ nachtsmuſik, welche von einem wohlbeſetzten Chor und der toͤnenden Orgel in einer Kathedrale auf⸗ gefuͤhrt wird, und welche jeden Winkel des gewalti⸗ gen Gebaͤudes mit ſiegendem Wohllaut erfuͤllt.
So iſt auch die, aus jenen Zeiten herſtammende Einrichtung ungemein ſchoͤn, daß dieſes Feſt, wel⸗
ches die Verkuͤndigung der Religion des Frie⸗
dens und der Liebe feiern ſoll⸗ Zzugleich zu einer
Veranlaſſung geworden iſt, welche die Familienkreiſe
vereinigt; wo die Bande verwandter Herzen,
welche die Angelegenheiten, Vergnuͤgungen und Be⸗
kuͤmmerniſſe der Welt beſtaͤndig zu loͤſen ſtreben, A 2


