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Der Sarg Eduards des Bekenners iſt erbrochen, und man hat ſeinen Ueberbleibſeln ihre Leichenzierra⸗ then abgenommen; das Scepter iſt aus der Hand der gebietenden Eliſabeth geſtohlen, und das Bild Heinrich's des Fuͤnften liegt kopflos da. Es iſt nicht ein Denkmal der Koͤnige, das nicht Beweiſe lie⸗ ferte, wie heuchleriſch und voruͤbergehend die Hul⸗ digung der Menſchen iſt. Einige ſind beraubt, an⸗ dere verſtuͤmmelt, noch andere mit Unzuͤchtigkeiten und Spottreden beſchmiert— alle mehr oder we⸗ niger gemißhandelt und entehrt!
Die letzten Strahlen des Tages fielen itzt ſchwach durch die bemalten Glasfenſter in den hohen Ge⸗ woͤlben uͤber mir; der untere Theil der Abtei war ſchon in die Dunkelheit des Zwielichts gehuͤllt. Die Kapellen und Seitengaͤnge wurden immer dunkler. Die Bilder der Koͤnige verſchwanden in Schatten, die Marmorgebilde auf den Denkmalen nahmen in dem ungewiſſen Licht ſonderbare Geſtalten an; der Abendwind wehte durch die kalten Seitengaͤnge wie Grabeshauch, und ſelbſt der entfernte Fußtritt des Kirchendieners, der durch den Dichterwinkel ging,
hatte etwas Sonderbares und Unheimliches in ſei⸗ nem Schall. Ich trat langſam meinen Ruͤckweg an,
und als ich aus dem Thor des Kreuzgangs trat, ſchloß ſich die Thuͤr mit einem knarrenden Geraͤuſch


