hinter mir, daß das ganze Gebaͤude davon wieder⸗ hallte. Ich bemuͤhte mich, die Gegenſtaͤnde, die ich ge⸗ ſehen hatte, in meinem Gemuͤthe etwas zu ordnen, 4 fand aber, daß ſie ſchon undeutlich und verworren geworden waren. Namen, Inſchriften, Siegeszei⸗ chen, Alles hatte ſich in meinem Gedaͤchtniß unter⸗ einander gemiſcht, obgleich ich kaum den Fuß uͤber die Schwelle geſetzt hatte. Was, dachte ich, iſt dieſe große Maſſe von Grabmaͤlern weiter, als eine Schatzkammer der Demuͤthigung, ein großer Haufe wiederholter Erbauungsreden uͤber die Nichtigkeit des Ruhms und die Gewißheit der Vergeſſenheit! Dieß iſt in der That das Reich des Todes, ſein großer Schattenpalaſt, wo er auf dem Throne ſitzt, der Ueberbleibſel menſchlicher Groͤße ſpottet, und Staub und Vergeſſen auf die Grabmaͤler der Fuͤr⸗ ſten ſtreut. Welch' ein leerer Prunk iſt doch am Ende die Unſterblichkeit eines Namens! Die Zeit wen⸗ det, unaufhoͤrlich, ſchweigend ihre Blaͤtter um; die Geſchichte der Gegenwart beſchaͤftigt unſere Auf— merkſamkeit zu ſehr, als daß wir an die Charakteer und Anekdoten denken ſollten, welche der Vergan⸗ genheit etwas Anziehendes geben, und jedes Jahr⸗ hundert iſt ein Band, welcher auf die Seite gewor⸗ fen wird, um ſtillſchweigend vergeſſen zu werden.
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