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Grabe, das rundum mit einem eiſernen, ſehr zer⸗ freſſenen Gitter umgeben iſt, auf welchem das Sinn⸗ bild ihres Reichs— die Diſtel, angebracht iſt. Ich war vom Umhergehen ermuͤdet, ſetzte mich des⸗ halb neben dem Denkmal nieder, und dachte uͤber das bewegte und verhaͤngnißvolle Leben der armen Maria nach.
Der Ton der einzelnen Fußtritte in der Gegend der Abtei war verhallt. Nur dann und wann konnte ich in der Entfernung die Stimme des Prieſters hoͤren, der das Abendgebet herlas, und die ſchwa chen Reſponſen des Chors. Dieſe hoͤrten eine Zeit⸗ lang auf, und nun war Alles ſtill. Die Stille, die Einſamkeit und Dunkelheit, welche allmaͤhlig rund umher ſich zu verbreiten anfingen, gaben dem Orte einen großartigern und feierlichern Anſtrich:
Denn in dem ſtillen Grabe ſpricht man nie:
Kein Freundestritt, der Liebe Stimme nicht,
Des Vaters Rathſchlag nicht— nichts wird gehört, Denn es giebt nichts, als ein Vergeſſen nur, Staub und ein endlos Dunkel.
Puötzlich ſchlugen die tiefen Toͤne der Orgel an mein Ohr, die mit doppelter und abermals doppel⸗ ter Kraft erſchollen, und ſich gleichſam in großen Wogen des Klanges daherwaͤlzten. Wie trefflich ſtimmt ihre Kraft und Groͤße mit dieſem maͤchtigen
Gebaͤude zuſammen! Mit welchem Prunk ſchwellen


