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Intriguen an Hoͤfen und in Kabinetten Antheil, und Alle ſuchten noch eine Auszeichnung mehr in dieſem Wohnſitze der Schattenehren zu erhalten— die traurige Belohnung eines Grabdenkmals.
Zwei kleine Seitengaͤnge neben dieſer Kapelle geben ein ruͤhrendes Beiſpiel von der Gleichheit, welche das Grab hervorbringt, das den Unter⸗ druͤcker auf eine Stufe mit dem Unterdruͤckten ſtellt, und den Staub der bitterſten Feinde mit einander vermiſcht. In einem iſt das Grabmal der ſtolzen Eliſabeth, in dem andern das ihres Opfers, der
liebenswuͤrdigen und ungluͤcklichen Maria. Es ver⸗
geht keine Stunde des Tages, wo nicht irgend ein Ausruf des Mitleids uͤber das Schickſal der Letztern, mit dem des Unwillens uͤber ihre Unterdruͤckerin, hier gehoͤrt wird. Die Mauern von Eiiſabeth's Grab hallen fordauernd von den Seußzern der Theilnahme wieder, welche am Grabe ihrer Neben⸗ buhlerin erſchallen.
Eine ganz eigenthuͤmliche Schwermuth ruht auf dem Seitengange, wo Maria begraben iſt. Das Licht faͤllt ſpaͤrlich durch die von Staub verfinſter⸗ ten Fenſter herein. Der groͤßere Theil des Platzes liegt in tiefem Schatten, und die Mauern ſind von der Zeit und dem Wetter gefaͤrbt und verdunkelt. Eine marmorne Bildſaͤule der Maria liegt auf dem
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