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wenn man, in den Mauern des Grabes, das Wal⸗ len des thaͤtigen Lebens ſo dahinfließen, und daran anſchlagen hoͤrt.
Ich fuhr fort, auf dieſe Weiſe von Grab zu Grabe, und von Kapelle zu Kapelle zu gehen. Der Tag nahm allmaͤhlig ab; die fernen Tritte Derer, die um die Abtei her ſpaziren gingen, wurden im⸗ mer einzelner und einzelner; die ſanft toͤnende Glocke rief zum Abendgebet, und ich ſah in der Entfernung die Chorknaben in ihren weißen Chor⸗ hemden, durch den Kreuzgang ziehen und den Chor betreten. Ich ſtand vor dem Eingange zu Heinrich des Siebenten Kapelle. Eine Treppe fuͤhrte, unter einem tiefen und duͤſtern, aber praͤchtigen Bogen, hinauf. Große metallene Thore, reich verziert und ſchoͤn gearbeitet, drehen ſich ſchwerfaͤllig auf ihren Angeln, als ob ſie ſtolz es nicht zugeben wollten, daß die Fuͤße gewoͤhnlicher Sterblichen dieſes prunk⸗ vollſte aller Graͤber betraͤten.
Wenn man hineintritt, ſo wird das Auge von der Pracht der Architectur und der kunſtvollen Schoͤnheit der ins Einzelne gehenden Bildhauerarbeit geblendet. Selbſt die Mauern ſind zu fortlaufenden Zierrathen geworden, mit Bildhauerarbeit ausgelegt, und Niſchen darin ausgehauen, in welchen Bildſaͤu⸗ len von Heiligen und Maͤrtyrern ſtehen. Der


