Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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ungemein Feierliches und Erhabenes in dieſen Bil⸗ dern auf den Gothiſchen Grabmaͤlern, die wie im

Todesſchlafe oder in der bangen Erwartung der Todesſtunde ausgeſtreckt daliegen. Sie machen einen viel tieferen Eindruck als die gezierten Stellungen, die geſuchten Gedanken und die alle⸗ goriſchen Gruppen, welche man auf den neueren Denkmalen in Ueberfluß findet. So hat auch die

Trefflichkeit mancher alten Grabſchriften auf mich

einen ungemein großen Eindruck gemacht. Man hatte in alten Zeiten eine ſchoͤne Art, etwas ganz einfach und doch mit großem Stolz zu ſagen, und ich kenne keine Grabſchrift, aus welcher ein ſtolze⸗ res Bewußtſeyn von Familienwerth und edler Ab⸗ kunft ſpraͤche, als eine, worin von einem adeligen Hauſe geſagt wird,daß alle Bruͤder tapfer und alle Schweſtern tugendhaft geweſen waͤren.

In dem Kreuzfluͤgel, welcher dem Dichterwin⸗ kel gegenuͤber iſt, ſteht ein Denkmal, welches zu den beruͤhmteſten Werken der neuern Kunſt gehoͤrt, was mir aber eher graͤßlich als erhaben zu ſeyn ſcheint. Es iſt das Grabmal der Mrs. Nightingale, von Roubillac. Der Unterſatz des Denkmals er⸗ ſcheint ſo, als ob ſeine marmornen Thuͤren ſich oͤff⸗ neten, und ein bekleidetes Geripp heraustraͤte. Das Gewand faͤllt von ſeinen fleiſchloſen Knochen, in⸗