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Aus dem Dichterwinkel ſetzte ich meine Wan⸗ derung nach dem Theile der Abtei fort, welcher die Grabmaͤler der Koͤnige enthaͤlt. Ich wanderte zwi⸗ ſchen den Raͤumen umher, die einſt Kapellen wa⸗ ren, itzt aber die Graͤber und Denkmale der Gro⸗ ßen enthalten. Bei jeder Wendung begegnete ich irgend einem beruͤhmten Namen, oder der Erinne⸗ rung an zegend ein, in der Geſchichte beruͤhmtes Haus. Wenn das Auge in dieſe finſteren Kammern des Todes blickt, ſo ſtoͤßt es auch auf ſonderbare Bildniſſe; einige ſtellen andaͤchtig Betende in Ni— ſchen dar, Andere ſind auf den Graͤbern mit fromm gefalteten Haͤnden ausgeſtreckt; Krieger in ihrer Ruͤſtung, als ob ſie von der Schlacht ausruhten; Praͤlaten mit Krummſtaͤben und Biſchofsmuͤtzen, und Edelleute in Staatsgewaͤndern und mit Wap⸗ penkronen, als ob ſie auf dem Paradebett laͤgen. Wenn man dieſe Raͤume betrachtet, wie ſie ſo dicht bevoͤlkert, und doch ſo ſtill und oͤde ſind, ſo ſcheint es Einem beinahe, als ob man ein Haus in jener fabelhaften Stadt betraͤte, wo Alles ploͤtzlich in
„Stein verwandelt worden war.
Ich blieb ſtehen, um ein Grab zu betrachten, worauf ein Ritter in voller Räſtun lag. An dem einen Arme hatte er einen child: die Haͤnde waren betend auf die Druſ gefaltet, das Geſicht


