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durch in Europa die Grundzuͤge und die Bevoͤlkerung eines Landes ſich unmerklich mit denen des andern miſchen. Von dem Augenblicke, wo man das Land aus dem Geſicht verliert, das man verlaͤßt, iſt Alles ein leerer Raum, bis man an dem andern Ufer an das Land ſteigt, und nun mit einem Male ſich in das Geraͤuſch und unter die neuen Erſcheinungen einer andern Welt verſetzt ſieht.
Wenn man zu Lande reiſ't, ſo fuͤhrt die unun⸗ terbrochene Reihe von Gegenden und eine beſtaͤn⸗ dige Folge von Perſonen und Ereigniſſen die Ge⸗ ſchichte des Lebens fort, und vermindert die Wir⸗ kung der Abweſenheit und der Trennung. Wir ſchleppen allerdings eine lange Kette von einer Sta⸗ tion unſrer Pilgerſchaft zur andern, allein dieſe Kette iſt ununterbrochen, wir koͤnnen ſie Glied vor Glied zuruͤckverfolgen, und wir fuͤhlen, daß das letzte deſſelben uns immer mit der Heimath verbin⸗
det. Eine weite Seereiſe trennt uns aber auf ein⸗
mal. Wir ſind uns bewußt, daß wir den ſicheren Ankergrund des ſtaͤten Lebens verloren haben, und in eine ſchwankende Welt hinausgeſtoßen ſind. Wir ſehen eine wirkliche, nicht bloß eingebildete, Kluft zwiſchen uns und unſerer Heimath, voll von Stuͤr⸗ men von Furcht und Ungewißheit, wodurch die Ent⸗ fernung ſichtbar und die Ruͤckkehr mißlich wird.


