Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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nicht ihren Segeln, wie ſie in der Entfernung immer kleiner wurden, und verſetzte mich auf den Fluͤgeln meiner Einbildungskraft bis an das Ende der Erde!

Weiteres Leſen und Denken befeſtigten dieſe un⸗ beſtimmte Neigung nur noch mehr, obwol ſie ſie auch in gemaͤßigtere Schranken zuruͤckbrachten. Ich beſuchte verſchiedene Gegenden meines Vaterlandes, und waͤre ich nur ein Freund ſchoͤner Gegenden ge⸗ weſen, ſo wuͤrde ich, um dieſe Vorliebe zu befrie⸗ digen, nicht anderswo mich umzuthun gebraucht haben, denn die Natur hat kein Land freigebiger mit Reizen begabt. Seine maͤchtigen Seen, welche Oceanen fluͤſſigen Silbers gleichen; ſeine Berge mit ihren hellen, luftigen Farbentoͤnen; ſeine Thaͤler, von uͤppiger Fruchtbarkeit ſtrotzend; ſeine gewaltigen Waſſerfaͤlle, welche in den Einoͤden herabdonnern, ſeine unbegraͤnzten Ebenen, auf denen ein natuͤrli⸗ ches Gruͤn wallt; ſeine breiten tiefen Stroͤme, welche in feierlichem Schweigen dem Ocean zufließen; ſeine ſpurloſen Waͤlder, wo das Pflanzenleben ſich in ſei⸗ ner ganzen Pracht entfaltet; ſein Himmel, der mit dem ganzen Zauber der Sommerwolken und ei⸗ nes hellen Sonnenſcheines prangt: nein, ein Amerikaner braucht das Erhabene und Schoͤne der Naturgegenden nicht außerhalb ſeines Vaterlan⸗ des zu ſuchen!