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Erzählungen / von Washington Irwing. Aus d. Engl. übers. von W. A. Lindau
Entstehung
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men waren, deſſen tiefes Bogengewoͤlbe von einer Leuchte matt erhellt war, blieb der Fremde ſtehen, und ſprach zu dem Freiherrn mit einer dumpfen Stimme, die in dem Gewoͤlbe noch leichenaͤhnlicher klang:Jetzt ſind wir allein, und ich will Euch ſa⸗ gen, warum ich gehe. Ich bin durch eine feierliche, unerlaßliche Verpflichtung gebunden.

Und warum koͤnnt Ihr nicht Jemanden an eurer Stelle abſenden?

Niemand kann meine Stelle vertreten. Ich muß ſelber kommen, ich unß in die Domkirche zu Wirz⸗ burg.

Nun ja, erwiederte der Freiherr, Muth faſſend: aber nicht eher als morgen; Ihr ſollt morgen eure Braut dahin fuͤhren.

Nein, nein! ſprach der Fremde, noch zehumahl feierlicher. Ich ſoll nicht mit einer Braut kommen. Die Wuͤrmer die Wuͤrmer erwarten mich. Ich bin todt. Raͤuber erſchlugen mich. Mein Leichnam liegt in Wirzburg; um Mitternacht ſoll ich begraben werden das Grab erwartet mich und ich muß der Abrede treu ſein.

Er ſchwang ſich auf den Rappen, flog uͤber die Zugbruͤcke und der Hufſchlag des Pferdes verlor ſich bald in dem Pfeifen des Nachtwindes.

Der Freiherr ging in der groͤßten Beſtuͤrzung in den Speiſeſaal zuruͤck, und erzaͤhlte, was ihm be⸗ gegnet war. Zwei Frauen wurden ohnmaͤchtig und