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Stuͤck des Anzuges gezankt. Das Fräulein war bei dieſem Streite ſo gluͤcklich, dem eigenen Geſchmacke folgen zu koͤnnen, der zum Gluͤcke gut war. Sie erſchien ſo liebenswuͤrdig, als ein junger Braͤutigam nur wuͤnſchen konnte, und die Regungen der Erwar⸗ tung erhoͤhten den Glanz ihrer Reize.
Die Glut, welche Geſicht und Hals uͤberſtroͤmte, das ſanfte Wallen ihres Buſens, das zuweilen in
„Traͤumereien verlorene Auge, alles verrieth die ſanfte Unruhe in ihrem Herzchen. Die Tanten ſchwebten immer um ſie her, denn jungfraͤuliche Tanten pfle⸗ gen an ſolchen Dingen gern großen Antheil zu neh⸗ men. Sie gaben eine Menge von ernſthaften Rath⸗ ſchlaͤgen, wie ſich die Braut benehmen, was ſie ſa⸗ gen, und wie ſie den erwarteten Geliebten empfan⸗ gen ſollte.
Der Freiherr war nicht weniger geſchaͤftig in ſei⸗ nen Vorbepeitungen. Er hatte zwar in der That nicht eigentlich etwas zu thun, aber er war von Na⸗ tur ein unruhiges, geſchaͤftiges Maͤnnchen, und konnte nicht unthaͤtig bleiben, wenn alle Welt in großet Bewegung war. Mit der Miene ungemeiner Sorg⸗ lichkeit quaͤlte er ſich, die Treppe hinauf und hinab zu ſteigen, rief ſeine Leute ſtets von der Arbeit, um ſie zur Emſigkeit zu ermahnen, und ſummte durch alle Gaͤnge und Stuben, ſo unthaͤtig raſtlos und ſo ſtoͤrend, als eine Brummfliege an einem warmen Sommertage.
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