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von jeder Berg und jedes Thal in Teutſchland voll ſind. Seine Gaͤſte waren ſogar noch glaͤubiger als er, horchten auf jede Wundergeſchichte mit offenem Mund und Auge, immer ihr Erſtannen verrathend, und wenn ſie die Erzaͤhlung auch ſchon hundertmahl gehoͤrt hatten.
Zur Zeit, worein meine Geſchichte faͤllt, waren viele Verwandte, wegen einer hochwichtigen Angele⸗ genheit, im Schloſſe verſammelt, und zwar um den Braͤutigam des Fraͤuleins zu begruͤſſen. Der Frei⸗ herr hatte mit einem alten Edelmanne in Baiern die Abrede getroffen, ihre hohen Geſchlechter durch eine Heirath ihrer Kinder zu verbinden. Die Einlei⸗ tung war, wie ſich gebuͤhrte, mit uͤbertriebener Ge⸗ nanigkeit gemacht worden. Die jungen Leute wur⸗ den verlobt, ohne ſich geſehen zu haben und die Zeit zur Vermaͤhlung war beſtimmt. Man hatte⸗ den jungen Grafen von Altenburg vom Heere heim gerufen und er war eben auf dem Wege zu ſeiner Braut. Es war bereits ein Brief von ihm aus Wirz⸗
5 burg angekommen, wo er zufaͤllig war aufgehalten
worden, und Tag und Stunde ſeiner Ankunft war veſt geſetzt.
Alles im Schloſſe war in Bewegung, ihn gehoͤ⸗ rig zu bewillkommen. Die ſchoͤne Braut war mit ungemeiner Sorgfalt ausgeputzt worden. Die bei⸗ den Tanten hatten die Aufſicht am Putztiſche ge⸗ fuͤhrt, und ſich den ganzen Morgen uͤber jedes


