ker dem Schutze jener makelloſen Unvermaͤhlten, wie eine Roſenknospe unter ſchuͤtzenden Dornen ſich ent⸗ faltet. Ihre Tanten blickten mit Stolz und Frohlok⸗ ken auf ſie, und ſagten prahlend, wenn auch alle andern Fraͤulein auf Abwege geriethen, koͤnnte doch, Gott ſei Dank, nichts der Art der Erbinn von Kaz⸗ zenellenbogen begegnen..
Wie kaͤrglich aber auch der Freiherr von Land⸗ ſchort mit Kindern verſehen war, ſo hatte er doch keinesweges ein kleines Hausweſen, da ihn die Vor⸗ ſehung mit einer Menge armer Verwandten bedacht hatte. Alle ohne Unterſchied beſaßen jene freundliche Stimmung, die bei demuͤthigen Verwandten gewoͤhn⸗ lich iſt. Die guten Leute erinnerten ſich, auf des Freiherrn Koſten, an alle haͤuslichen Feſte, und wenn ſie ſich mit einer guten Mahlzeit gefuͤllt hatten, er⸗ klaͤrten ſie, es gaͤbe nichts Angenehmeres auf Erden, als dieſe Zuſammenkuͤnfte und dieſe Herzensjubelfeſte.
Der Freiherr hatte, ſo klein er war, doch eine weite Seele, welche bei dem Bewußtſein, der groͤß⸗ te Mann in ſeiner kleinen Welt um ihn her zu ſein, ſich ſtolz erhob. Gern erzaͤhlte er lange Ge⸗ ſchichten von den rauhen Kriegern der alten Zeit, deren Bildniſſe muͤrriſch von der Wand herab blick⸗ ten, und er fand keine Zuhdrer, welche den Leuten geglichen haͤtten, die ſich auf ſeiue Koſten fuͤtterten⸗ Er war ein großer Freund des Wunderbaren, und glaubte feſt an alle hern atuͤtlichen Geſchichten, wo⸗
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