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ſchwaͤtzig zwiſchen Fliederbuͤſchen und Zwergweiden hinab rann. Dicht bei dem Wohnhauſe ſtand eine große Scheune, die zu einer Kirche haͤtte dienen koͤn⸗ nen, wo aus jedem Fenſter und jeder Spalte die Schätze der Meierei hervor zu dringen ſchienen. Hier
ſchallte von Morgen bis in die Nacht der geſchaͤftige Dreſchſlegel; Schwalben ſtrichen zwitſchernd laͤngs der 3 Traufe, und auf dem Dache ſonnten ſich Reihen von Tauben, wovon einige mit einem Auge aufblickten, als haͤtten ſie das Wetter beobachtet, andre den Kopf
unter den Fluͤgeln, oder auf der Bruſt verbargen, andre ſich aufblaͤhten, girrten und zu ihren Weibche en ſich buͤkten. Glatte, ungelenke Maſtſchweine grunz⸗ ten bei Ruhe und Ueberfluß in ihren Behaͤltniſſen, woraus zuweilen Haufen von Spanferkeln kamen, als haͤtten ſie Luft ſchoͤpfen wollen. Eine ſtattliche Schaar ſchneeweißer Gaͤnſe ſchwamm in einem nahen Teiche,
und geleitete ganze Geſchwader von Aenten; Heere
von Putern ſtrotzten durch den Hof, und Perlhuͤhner gingen unruhig hin und her, wie keifende Haus⸗ frauen, mit ihrem muͤrriſchen, verdruͤßlichen Geſchrei. Vor dem Scheunenthore ſtrotzte der verliebte Hahn,
das Muſter eines Ehemannes, eines Kriegers und
eines freien Herrn, ſeine glaͤnzenden Fluͤgel ſchlagend, im Stolz und in der Freude ſeines Herzens kraͤhend, und zuweilen die Erde aufkratzend, worauf er denn groß⸗ muͤthig die immer hungrigen Weiber und Kinder her⸗ bei rief, ſich des entdeckten koſtlichen Biſſens zu freuen.


