Nachteule, oder das ploͤtzliche Geraͤuſch der Voͤgel im Dickig, die in ihren Neſtern aufgeſchreckt waren. Auch die Feuerfliegen, die zuweilen in den dunkelſten Stel⸗ len hell funkelten, erſchreckten ihn, wenn eine unge⸗ woͤhnlich glaͤnzende uͤber ſeinen Pfad flog, und wenn zufaͤllig ein maͤchtiger dummer Roßkaͤfer zu taͤppiſch auf ihn ſtieß, ſo wollte der arme Mann ſeinen Geiſt aufgeben, beſorgt, er haͤtte ein Hexenmaal bekom⸗ men. Kein anderes Mittel, die Gedanken zu unter⸗ druͤcken, oder die boͤſen Geiſter zu verjagen, fiel ihm bei ſolchen Gelegenheiten ein, als Pſalmen anzuſtim⸗ men, und wenn die guten Leute in der Schlaͤferhoͤhle Abends vor ihren Thuͤren ſaßen, wurden ſie oft von Furcht ergriffen, bei dem Schall ſeiner lang gezoge⸗ nen Naſentoͤne, die von einem entfernten Hägel, oder von der duͤſtern Straße herkamen.
Eine andre Quelle von ſchaurigem Vergnuͤgen war es fuͤr ihn, die langen Winterabende bei den alten niederlaͤndiſchen Weibern zuzubringen, wenn ſie ſpin⸗ nend am Feuer ſaßen und eine Reihe gebratener Aepfel auf dem Heerde ſprudelte. Er horchte dann auf ihre wunderbaren Geſchichten von Geiſtern und Kobolden, von verwuͤnſchten Feldern, Baͤchen, Bruͤk⸗ ken und Haͤuſern, wo Geſpenſter umgingen, und be⸗ ſonders von dem kopfloſen Reiter, oder dem gallopi⸗ renden Heſſen aus der Hoͤhle, wie man ihn zuweilen nannte. Sie hingegen hoͤrten mit eben ſo großem Vergnuͤgen auf ſeine Geſchichten von Zauberkuͤnſten,


