ſchlaͤfrigen Sommertage, wie das Summen eines Bienenſchwarmes, nur zuweilen unterbrochen von der Stimme des drohenden, oder befehlenden Lehrers, oder vielleicht von dem furchtbaren Tone der Ruthe, wenn er einen Faullenzer den blumigen Pfad der Wiſſenſchaft hinab trieb. Man muß es der Wahrheit gemaͤß geſtehen, er war ein gewiſſenhafter Mann, der immer an den goldnen Spruch dachte:„Spareſt du die Ruthe, ſo verhaͤtſchelſt du das Kind.“ Ichabod Kranich's Schuͤler wurden gewiß nicht verhaͤtſchelt.
Denke man aber ja nicht, er haͤtte zu jenen grau⸗ ſamen Schulgebietern gehoͤrt, die am Schmerze der Unterthanen Freude finden; nein, er verwaltete die Gerechtigkeit eher mit gehoͤriger Unterſcheidung, als mit Strenge, nahm die Buͤrde von den Schultern des Schwachen und legte ſie dem Starken auf. Ein ſchwaͤchliches Knaͤblein, das ſchon beim Schwenken der Ruthe ſtampfte, ward nachſichtig behandelt; aber die Anſpruͤche der Gerechtigkeit wurden befriedigt, und eine doppelte Strafe erhielt der zaͤhe, querkoͤpfige, breite niederlaͤndiſche Bube, der trotzte und zuͤrnte, und muͤrriſch und tuͤckiſch unter der Ruthe wurde. Alles dieß nannte er, ſeine Pflicht fuͤr die Aeltern thun, und nie fuͤgte er eine Zuͤchtigung zu, ohne die, fuͤr den leidenden Knaben ſo troͤſtliche, Verſicherung hinzu zu fuͤgen, der Geſtrafte werde daran geden⸗ ken und es ihm danken ſein Lebelang.
Nach den Schulſtunden war er ſogar der Ge ſahrte


