Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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Wahrhaftig? rief Wolfert aus, indem er ein Bein halb zum Bett hinausſtreckte: nun, ſo denke ich, will ich mein Teſtament noch nicht machen!

Zu Aller Erſtaunen genas der Sterbende wirk⸗ lich. Der Lebensfunke, welcher nur ſchwach noch in der Lampe geglimmt, erhielt neue Nahrung durch das Oel der Freude, welches der kleine Notar in ſeine Seele getraͤufelt hatte. Er loderte wiederum zur Flamme auf. Heilt nur das Herz, wenn ihr den Koͤrper eines Schwermuͤthigen geneſen ma⸗ chen wollt! Nach einigen Tagen konnte Wol⸗ fert ſchon das Zimmer verlaſſen, und kaum wa⸗ ren noch einige Tage vergangen, ſo war ſein Tiſch ſchon mit Contracten, Straßenplaͤnen und Riſſen zu Bauſtellen bedeckt. Der kleine Rolle⸗

buck war beſtaͤndig bei ihm, ſeine rechte Hand und Rathgeber, und half ihm, ſtatt ſeines Teſtaments, ſein Gluͤck machen.

In der That war Wolfert Webber einer von den vielen wuͤrdigen Hollaͤndiſchen Buͤrgern auf Manhattan, die ihr Gluͤck gewiſſermaßen gegen ih⸗ ren Willen gemacht, die hartnaͤckig an ihren ererbten Hufen gehalten, am Ende der Stadt Ruͤben und Kohl gezogen, und ſich damit kaum das Leben ge⸗ friſtet haben, bis die Gemeinde unbarmherziger

Weiſe Straßen durch ihre Grundſtuͤcke gezogen hat,