18 nem nicht viel beſſeren Zuſtande zu ſeyn, als bei meines Oheims Lebenszeit. Das Gras war ganz mit Unkraut uͤberwachſen, und die Baͤume haͤtten beſchnitten und von abgeſtorbenen Zweigen gereinigt werden ſollen. Das Vieh graſete auf den Raſen— plaͤtzen, und Enten und Gaͤnſe ſchwammen auf den Teichen. Der Fahrweg nach dem Hauſe hin ver— rieth ſehr wenige Spuren von Wagenraͤdern, da mein Vetter nur ſolche Beſuche bei ſich ſah, die zu Fuß oder zu Pferde kamen, und ſelbſt keinen Wagen hatte. Ein einziges Mal, ſagte man mir, hatte er die alte Familienkutſche aus dem Staube der Remiſe hervorziehen, ſie von Spinnweben rei⸗ nigen und aufpoliren laſſen, und war mit ſeiner Mutter nach der Dorfkirche gefahren, um foͤrmli⸗ chen Beſitz von ſeinem Kirchenſtuhle zu nehmen; al⸗ lein man hatte ihnen Beiden ſo nachgeziſcht und nachgelacht, als ſie durch das Dorf fuhren, und an der Kirchthuͤre ſo gekichert und ſo ſpoͤttiſche An⸗ merkungen gemacht, daß der Prunkzug nie wieder zum Vorſchein gekommen war.
Als ich mich dem Hauſe naͤherte, ſtuͤrzte ein Haufen junger Hunde heraus, der mich anbellte, und mit deren Gelaͤrm ſich das dumpfe Gebell oder vielmehr Geheul zweier alter, ausgedienter Schweis⸗ Hunde vereinigte, in welchen ich die alten Waͤchter


