Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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gekannt hatte. Sobald die Fruͤhſtuͤcksgeraͤthſchaften hinweggeſchafft waren, ließ ich den eiſernen Johann, die Frau und den Knaben hereinkommen, denn ich woollte, das Alle gegenwaͤrtig ſeyn ſollten, und Al⸗ les in der gehoͤrigen Ordnung zuginge. Das Kaͤſt⸗ chen ward auf den Tiſch geſetzt es herrſchte eine allgemeine Stille ich loͤſ'te das Siegel hob den Deckel auf, und ſah kein Teſtament ſon⸗ dern mein verwuͤnſchtes Gedicht vomSchloſſe des Zweifels und dem Rieſen der Verzweiflung!

Wer haͤtte vermuthen koͤnnen, daß dieſer alte,

abgelebte Mann, der ſo einſylbig, und dem An⸗ ſcheine nach ſo abgeſtumpft war, Jahre lang den unbeſonnenen Scherz eines Knaben aufbewahren wuͤrde, um ihn mit einer ſo berechneten Grauſam⸗ keit dafuͤr zu ſtrafen? Itzt konnte ich mir ſein letz⸗ tes Laͤcheln erklaͤren, das einzige, was mir je von ihm zu Theil geworden war. Er war ſein ganzes Leben hindurch ſehr ernſthaft geweſen, und es war ſonderbar, daß er mit einem Scherz, und hart, daß er mit einem Scherz auf meine Koſten, ge⸗ ſtorben war.

Der Rechtsgelehrte und der Pfarrer ſchienen die Sache nicht begreifen zu koͤnnen.Hier muß ein Irrthum obwalten, ſagte der Rechtsgelehrte, es iſt kein Teſtament da.

Ol ſagte der eiſerne Johann, indem er ſeine verroſteten Kinnbacken aufthat, wenn Sie ein Te⸗ ſtament ſuchen, das kann ich Ihnen ſchaffen.

Er entfernte ſich mit demſelben ſonderbaren Laͤcheln, womit er mich bei meiner Ankunft begruͤßt hatte,

I. Q

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