Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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foͤrmlich in's Feld, denn ich war entſchloſſen, mich nicht zu uͤbereilen: allein ich fuhr haͤufig in meiner Equipage durch die Straße, wo ſie wohnte, und wußte immer, daß ich ſie, mit einem Buche in der Hand, am Fenſter finden wuͤrde. Ich nahm meine Reimereien wieder vor, und ſchickte ihr ein langes Gedicht, natuͤrlich ohne Namen, allein ſie kannte meine Hand. Sowol Tante als Nichte verriethen indeß die allerſpaßhafteſte Unwiſſenheit uͤber dieſe Sache. Die junge Dame zeigte mir die Verſe, konnte gar nicht errathen, von wem ſie geſchrieben waͤren, und aͤußerte, daß ſie nichts in der Welt lieber habe, als Poeſie, waͤhrend die Tante ihre Kneip⸗ Brille aufſetzte und das Gedicht, mit unzaͤhligen Feh⸗ lern in Sinn und Betonung, herlas, die fuͤr die Ohren des Verfaſſers eine wahre Qual waren, wobei ſie verſicherte, daß es in den ganzen Ele- gant extracts*) nichts dem Aehnliches gebe.

Die Mode⸗Jahreszeit ging zu Ende, ohne daß ich es gewagt haͤtte, mich zu erklaͤren, obgleich ich auf alle Weiſe dazu ermuntert wurde. Ich war noch nicht ganz uͤberzeugt, daß ich in dem Herzen der jungen Dame feſten Fuß gefaßt haͤtte, und, die

*) Eine Art von poetiſcher Schul⸗Chreſtomathie, die bereits ein Dutzend Auflagen erlebt hat. Ueberſ⸗