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ſich zu verheirathen. Es verſtand ſich, daß ſie un⸗ ter Liebhabern nur zu waͤhlen hatte, denn ſie war lange Zeit die Schoͤnheit einer kleinen Stadt, in der eine Kathedrale war, geweſen, und einer von den Dichtern des Orts hatte ihre Reize ſogar in lateiniſchen Verſen beſungen. Ihre Freunde hatten die allerhoͤchſten Begriffe von dem Eindruck, den ſie hervorbringen wuͤrde. Einige fuͤrchteten, daß ſie ſich bei ihrer Wahl uͤbereilen, und irgend einen Mann von untergeordnetem Range heirathen wuͤrde. Die Tante war indeß entſchloſſen, daß ſie Niemand Ge⸗ ringerem, als einem Lord zu Theil werden ſolle.
Doch ach! bei allen ihren Reizen fehlte der jun⸗ gen Dame etwas ſehr Nothwendiges— Geld. So wartete ſie denn vergebens auf einen Herzog, Mar⸗ quis oder Grafen, der ſich ihr zu Fuͤßen werfen ſollte. So wie die Modejahrszeit verging, verbluͤh⸗ ten auch der Dame Erwartungen, als ich, gerade gegen das Ende derſelben, hervortrat.
Sowol die junge Dame, als ihre Tante, em⸗ pfingen mich ſehr zuvorkommend. Wahr iſt es, ich hatte keinen Rang, aber ſo große Ausſichten! Man raͤumte mir bald einen entſchiedenen Vorrang vor zwei Nebenbuhlern, dem juͤngeren Sohn eines aͤrm⸗ lichen Baronets, und einem Dragonercapitaͤn auf halbem Solde, ein. Ich ruͤckte eigentlich nicht


