thigt, bricht auf unter dem Schutz eines Waldes kuͤnſtlicher Blumen, wie Malcolm's Heer. Beide Partheien haben große Verdienſte und beide verdienen den Sieg. Mrs. Toole's Preiſe ſind die hoͤchſten; Madame Bouchard aber machte die tiefſten Knixre. Madame Bouchard iſt eine kleine Frau— und hat keine Hoffnung noch zu wachſen;— aber ſie iſt ſehr liebenswuͤrdig— und ſo iſt's mit Mrs. Toole. Mrs. Toole wohnt in Broadway und Madame Bouchard in Courtlandt⸗Street; aber Madame ſoͤhnt wegen ihres ſchlechteren Budenplatzes dadurch aus, daß ſie zwei Knixe macht, wenn Mrs. Toole einen macht: dann ſpricht ſie franzoͤſiſch wie ein Engel. Mrs. Toole ſieht am beſten aus— aber Madame Bouchard traͤgt eine bezaubernde, kleine, miſerabele Peruͤcke. Mrs. Toole iſt groͤßer— aber Madame Bouchard hat die laͤngſte Naſe.— Mrs. Toole lobt das Roaſt⸗Beef— aber Madame Bouchard bleibt den Zwiebeln treu—: kurz die Verdienſte der beiden Da⸗ men ſind ſo gleich, daß kein Richter die Wagſchaalen un⸗ terſcheiden kann. Es ſcheint jedoch die Anſicht durchgrei⸗ fend zu werden, daß Madame Bouchard das Feld behaup⸗ ten werde, da ſie eine Peruͤcke traͤgt, eine lange Naſe hat, franzoͤſiſch ſpricht, Zwiebeln liebt und nicht mehr als das Zehnfache uͤber den Werth ihrer Waaren berechnet.
Unter der Leitung dieſer Hohenprieſterinnen der Mode wer⸗ den jetzt folgende Morgenkleider getragen:— Wenn es ſehr kaltes Wetter iſt, wird ein duͤnnes Muslin⸗Ueberkleid angerathen— es paßt am beſten zu dem Wetter, da es vollkommen kuͤhl iſt. Hals und Arme nackt, damit ſie ge⸗
W. Irving's Werke. 198 2


