Zeitalter des Barden; heimiſch in einem Gebiete der Poeſie, welches um ſo lebendiger auf ihn wirkt, als Natur und Wahrheit, Kraft und Groͤße, vorzuͤglich darin herrſchen. Die gegenwaͤrtige Ueberſetzung er⸗ ſchien zum erſtenmal 1800, und der Beifall den ſie fand, veranlaßte dieſe neue Ausgabe, die viele Ver⸗ beſſerungen und Bereicherungen erhalten hat. Die Anſicht nach welcher der Verf. bei dieſer Arbeit ver⸗ fahren iſt, indem er den alten Barden nicht in Proſa, aber eben ſo wenig in ſtrenger metriſcher Form, in Herametern oder gereimt, ſondern in freien Verſen, uͤbertrug, iſt, als dem Geiſte des Dichters am ange⸗ meſſenſten, erkannt worden.
Zu den Bereicherungen dieſer neuen Ausgabe gehoͤrt die Einleitung des Ueberſetzers; ſie iſt zum Theil hi⸗ ſtoriſch, und verbreitet ſich uͤber das Zeitalter Oſſian's; zum Theil critiſch, den Werth und die Echtheit ſeiner Poeſteen erdrternd, in welcher letzteren Hinſicht ſie den daruͤber gefuͤhrten Streit entwickelt, und das In⸗ tereſſe des Leſers durch Beibringung der Data, wel⸗ che die Entſcheidung deſſelben begruͤndet haben, be⸗ friedigt. Die jedem Geſange vorangeſchickten kur⸗ zen Einleitungen dienen, die hiſtoriſchen Begeben⸗ heiten und die Localitaͤten, auf welche er ſich be⸗ zieht, zu erklaͤren, und den Leſer auf den gehoͤrigen Standpunkt zu verſetzen, um beſſer in den Sinn des Ganzen eingehen zu koͤnnen.— Dieſe Ausgabe ent⸗ haͤlt die 25 Kupfer und Vignetten der erſten Auflage, welche, wie der Preis darthut, hier nur eine Zugabe ſind, und eher als Skizzen betrachtet ſeyn wollen, als daß ſie auf den Werth vollendeter Kupferſtiche Anſpruch machten. Der ſchoͤne Druck und die ge⸗ faͤlige Einrichtung dieſer Ausgabe werden ſie den Liebhabern noch beſonders empfehlen.


