Teil eines Werkes 
1. Bd. (1823)
Entstehung
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Don Ambroſio genas, um ſeine Gewiſ⸗ ſensbiſſe und ſeine Schande in einem Kloſter zu verbergen; das ungluͤckliche Opfer ſeiner Kuͤnſte, welches Inez zu ihrer Flucht behuͤlflich geweſen war, zog ſich ebenfalls, unfaͤhig, die fruͤhere Lei⸗ denſchaft ihres Buſens, bei aller Ueberzeugung von der Werthloſigkeit des Gegenſtandes, zu beſiegen, aus der Welt zuruͤck, und ward Nonne.

Der ehrwuͤrdige Alchymiſt ſchlug ſeinen Wohnſitz bei ſeinen Kindern auf. Ein Pavil⸗ lon in dem Garten ihres Pallaſtes ward ihm zum Laboratorium angewieſen, wo er mit erneu⸗ ter Emſigkeit ſeine Forſchungen nach dem gro⸗ ßen Geheimniß fortſetzte. Sein Schwiegerſohn ging ihm zuweilen dabei an die Hand, allein ſein Eifer und ſein Fleiß waren, ſeit der Hei⸗ rath, merklich erkaltet. Indeſſen hoͤrte er noch mit großem Ernſte und Aufmerkſamkeit den Re⸗ den des alten Mannes zu, ſo wie wenn dieſer taͤg⸗ lich laͤngere Stellen aus Paracelſus, San⸗ divogius und. Pietro d'Abano anfuͤhrte. Auf dieſe Art erreichte der gute Alchymiſt, ruhig und behaglich, ein hohes Alter, und ward, zum ungluͤck fuͤr die Menſchheit, in ſeinem neunzig⸗ ſten Jahre der Welt entriſſen, als er ſo eben im Begriff war, den Stein der Weiſen zu ent⸗ decken.