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ſah ſie einen praͤchtigen Saal mit Statuen und kryſtallenen Kronleuchtern, und jenſeits deſſelben eine glaͤnzende Reihe von Zimmern. Die Fen⸗ ſter ihres Zimmers waren offen, um den ſanften Hauch der Sommerluͤfte einzulaſſen, die herein⸗ ſtreoͤmten mit den Wohlgeruͤchen eines benachbar⸗ ten Gartens geſchwaͤngert, aus welchem auch das erfriſchende Plaͤtſchern eines Springbrunnens und der angenehme Geſang der Voͤgel in vereinter Harmonie ihr Ohr erreichte.
Dienerinnen bewegten ſich, mit geraͤuſchlo⸗ ſen Schritten, in dem Zimmer umher; allein ſie fuͤrchtete, ſie anzureden. Sie wußte nicht, ob dieß Alles nicht eine Taͤuſchung ſey, ob ſie ſich nicht noch im Pallaſte Don Ambroſio's be⸗ faͤnde, und ob nicht ihre Flucht und alle damit verknuͤpften Umſtaͤnde nur ein Fie⸗ bertraum geweſen waͤren. Sie ſchloß ihre Au⸗ gen abermals, ſuchte ſich die Vergangenheit zuruͤckzurufen und das Wahre von dem Schein zu trennen. Die letzten Augenblicke ihres Be⸗ wußtſeyns, mit allen ihren Schrecken, traten indeß zu hell vor ihre Seele, als daß ſie an ihrer Wirklichkeit haͤtte zweifeln koͤnnen, und ſie wandte ſich ſchaudernd von der Erinnerung ab, um aber⸗ mals die ruhige heitere Pracht um ſich her zu


