Teil eines Werkes 
1. Bd. (1823)
Entstehung
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Menge rechts und links auseinander warf, und ſich an den Ort hindraͤngte.

Don Ambroſio's Schwert flog aus der Scheide; der Student war bewaffnet und eben ſo behend. Die Degen klirrten; die Menge machte ihnen Platz, als ſie fochten, und ſchloß dann wieder einen Kreis um ſie, ſo daß ſie Inez' Blicken entzogen blieben. Alles war, einen Au⸗ genblick lang, Getuͤmmel und Verwirrung, als die Zuſchauer auf einmal ein Geſchrei erhoben, die Menge ſich theilte, und ſie, wie ihr duͤnkte, An⸗ tonio in ſeinem Blute liegen ſah.

Dieſer neue Schlag war zu ſtark fuͤr ihr ſchon ſo bewegtes Gemuͤth. Ein ploͤtzlicher Schwindel ergriff ſie, alles ſchien vor ihren Augen ſich im Krei⸗ ſe zu drehen, ſie ſtieß einige unzuſammenhan⸗ gende Worte aus, und ſank ſinnlos zu Boden.

Tage Wochen vergingen, ehe Inez wie⸗ der ihr Bewußtſeyn erhielt. Endlich ſchlug ſie die Augen auf, als ob ſie aus einem unruhigen Schlummer erwache. Sie lag auf einem praͤch⸗ tigen Bette, in einem Zimmer, das reich verziert war mit Pfeilerſpiegeln und gewichtigen, mit Silber eingelegten Tiſchen von ausgeſuchter Arbeit. Die Waͤnde waren mit Tapeten behangen, die Ge⸗ ſimſe reich vergoldet: durch die offenſtehende Thuͤr Q 2 1