Teil eines Werkes 
1. Bd. (1823)
Entstehung
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die Verurtheilten verbrannt werden ſollten. Sitze fuͤr die Großen, die glaͤnzende und die ſchoͤne Welt waren bereitet, denn ſo gewaltig iſt die ſchreckliche Neugierde, welche in der menſchlichen Natur liegt, daß dieſes grauſame Opfer mit weit groͤßerer Auf⸗ merkſamkeit betrachtet wurde, als ein Schauſpiel oder ein Thiergefecht.

Als der Tag vorruͤckte, fuͤllten ſich die Geruͤſte und Balkone mit erwartenden Zuſchauern; die Sonne ſchien hell auf die ſchoͤnen Geſichter und

die zierlichen Kleider; man wuͤrde geglaubt h⸗ ben, ein glaͤnzendes Freudenfeſt, ſtatt des Schau⸗

ſpiels menſchlichen Todeskampfes und Untergan⸗ ges, zu ſehen. Wie verſchieden war dieß Gepraͤnge und dieſe Feierlichkeit, von denen, welche Gra⸗ nada in den Tagen ſeiner Groͤße unter den Mauren darbot.Seine Prachtaufzuͤge, ſeine Turniere, ſeine Ringſtechen, ſeine Johannisfeſte, ſeine Muſik, ſeine Zambras*), ſeine bewund⸗ rerungswuͤrdigen Stockgefechte, ſeine Serenaden, ſeine Concerte, ſeine Geſaͤnge in dem Genera⸗ life, die koſtbaren Livreen der Abencerrages,

ihre ausgeſuchten Erfindungen, die Geſchicklichkeit

*) Dieſe Zambras waren Feſtlichkeiten der Mauren, bet denen Stiergefechte gehalten, Tänze angeſtellt wurden und dergl. Ueberſ.