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gern; beſtecht den erſten Maulthiertreiber, dem Ihr begegnet, daß er Euch fortſchaffe.“
Alles dieß ſagte ſie mit gefluͤgelter, athem⸗ loſer Eil. Der Tauſch der Kleidungen war irn einem Augenblicke geſchehen. Das Maͤdchen ſtuͤrmte den Bergpfad hinauf, indem ihr weißer Schleier zwiſchen dem dunkeln Geſtraͤuch daher wehte, waͤh⸗ rend Inez, mit neuer Staͤrke beſeelt, oder viel⸗ mehr von neuem Schrecken angeſpornt, nach der Landſtraße hinfloh, und der Vorſicht es uͤberließ, ihre wankenden Schritte nach Granada zu leiten.
Ganz Granada war an dem Morgen die⸗ ſes furchtbaren Tages in Bewegung. Die große Glocke der Kathedrale fuhr fort, ihre dumpfen Toͤne von ſich zu geben, welche die ganze Stadt durchhallten, und jedermann zu dem ſchrecklichen Schauſpiele hinriefen, welches bald Statt finden ſollte. Die Straßen, durch welche der Zug ging, waren mit Volk angefuͤllt. Die Fenſter, die Daͤ⸗ cher, jeder Ort, von dem man nur ſehen oder wo man nur ſtehen konnte, war mit Zuſchauern beſetzt. Auf dem großen Platze war ein geraͤumiges, einem Amphitheater aͤhnliches, Geruͤſt aufgeſchla⸗ gen, wo die Urtheile der Gefangenen abgeleſen und die Glaubenspredigt gehalten wurden; dicht dabei waren die Scheiterhaufen errichtet, auf denen


