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dieſem Augenblicke erklangen die tiefen Toͤne ei⸗
ner Glocke in der Entfernung, die in dumpfem
Schall an den Bergen wiederhallten. Inez
erbleichte bei dieſem Tone. Sie wußte, daß er von der großen Glocke der Kathedrale kam, wel⸗ che, mit Sonnenaufgang, an dem Tage des Auto da Fe ertoͤnte, um von den Vorbereitungen zur Trauerfeier Kunde zu geben. Jeder Klang koͤnte in ihrem Herzen wieder, und verurſachte ihr ein tiefes koͤrperliches Leiden. Sie ſprang wild auf. „Laß uns gehen,“ rief ſie aus,„wir haben kei⸗ nen Augenblick zu verlieren!“
„Halt!“ erwiederte die Andere;„dort ſehe ich Reuter, welche uͤber jene entfernte Hoͤhe herkom⸗ men, und wenn ich nicht irre, ſo iſt Don Am⸗ broſio an ihrer Spitze.— Ja, er iſt es: wir ſind verloren! Doch halt,“ fuhr ſie fort,„gebt mir
euere Schaͤrpe und eueren Schleier, und huͤllt
Euch in dieſe Mantilla ein. Ich will jenen Fußpfad hinauf eilen, der nach der Hoͤhe fuͤhrt. Ich werde beim Hinaufgehn den Schleier wehen laſſen zzwielleicht halten ſie mich fuͤr Euch, und muͤſſen abſteigen, mir zu folgen. Eilt Ihr un⸗ terdeſſen vorwaͤrts: Ihr werdet bald die Land⸗ ſtraße erreichen. Ihr habt Juwelen an den Fin⸗


