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hat, mich gegen gaͤnzlichen Mangel geſchuͤtzt, und die Liebe, die er mir eingefloͤßt, hat mich vor einem tiefern Falle bewahrt. Ja! ich bekenne meine Schwachheit: ſeine Treuloſigkeit, ſeine Haͤrte ge⸗ gen mich, haben ihn nicht aus meinem Herzen verdraͤngen koͤnnen. Ich bin erzogen worden,
ihn zu lieben, ich habe keinen andern Abgott; ich
weiß, daß er ein Schaͤndlicher iſt, allein ich kann nicht umhin, ihn anzubeten. Ich miſche mich in den Schwarm der Miethlinge, die bei ſeinen Vergnuͤgungen eine Rolle ſpielen, damit ich noch
laͤnger um ihn, ſeyn und in jenen Saͤlen verwei⸗
len kann, wo ſich einſt als Gebieterinn thronte. Welches Verdienſt habe ich alſo, Euch zu euerer
Entweichung behuͤlflich geweſen zu ſeyn? Ich
weiß kaum, ob ich aus Mitgefuͤhl und dem Wunſche
handle, ein Opfer aus ſeiner Gewalt zu erretten,
oder, ob aus Eiferſucht und der Begierde, eine zu maͤchtige Nebenbuhlerinn zu entfernen„'
Waͤhrend ſie noch ſprach, ging die Sonne
in ihrem vollen Glanze auf. Ihr Licht beleuch⸗ tete zuerſt die Gipfel der Berge; dann blinkte ſie
eine Hoͤhe nach der andern hinab, bis ihre Strah⸗
len die Kuppeln und Thuͤrme von Granada ver⸗ goldeten, welche die Wandrerinnen hie und da durch die Baͤume unter ſich ſehen konnten. In
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