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die gelehrteſten und tugendhafteſten Lehrer ausgeſucht hatte.
Wie er ſich frei und ungezwungen Ferdinand als Vaſſal angetragen hatte, blieb er auch ſeinem Worte getreu, und gab ihm wiederholte Beweiſe der Anhäng⸗ lichkeit und Treue. Als dieſer berühmte Monarch 1254 zu Sevilla ſtarb, ſchickte Muhamed Abu Alahmar Ge⸗ ſandte, welche ſeinem Nachfolger Alonzo X. ſein Beileid ausdrückten, und in ihrem Gefolge waren hundert mau⸗ riſche Ritter von ausgezeichnetem Rang, welche während der Begräbnißfeierlichkeit die koͤnigliche Bahre mit bren⸗ nenden Kerzen umgeben und geleiten mußten. Dieſen großen Beweis der Achtung widerholte der mauriſche König den Reſt ſeines Lebens hindurch an jedem Jah⸗ restag des Todes Ferdinands des Heiligen, wo hun⸗ dert mauriſche Ritter von Granada nach Sevilla ziehen, und ihre Plätze um das Ehrendenkmal des erlauchten Todten in der Mitte der reichen Kathedrale, mit bren⸗ nen Kerzen in der Hand, einnehmen mußten.
Muhamed Abu Aluhmar behielt ſeine Rüſtigkeit und Geiſteskraft, bis zu einem vorgeruͤckten Alter. In ſeinem neunundſiebzigſten Jahr zog er noch zu Pferd, von der Bläthe ſeiner Ritterſchaft begleitet, in's Feld, um einen Einfall in ſein Gebiet zurückzutreiben. Als das Heer von Granada auszog, brach einer der erſten Ada⸗ lides oder Befehlshaber, welcher in dem Vortrab ritt, zufällig ſeine Lanze an einem Thorbogen. Die Räͤthe des Königs waren durch dieſen Vorfall beunruhigt, ſtell⸗ ten ihn als ein ſchlimmes Vorzeichen dar, und baten ihn zurückzukehren. Ihre Bitten waren umſonſt. Der Köͤniglwiderſtand, und am Nachmittag wurde das Vor⸗


