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zeichen, ſagen die mauriſchen Geſchichtſchreiber, auf trau⸗ rige Weiſe beſtätigt. Muhamed wurde plötzlich krank, und wäre faſt von ſeinem Pferde gefallen. Er wurde auf eine Bahre gelegt, und ſollte nach Granada gebracht werden, aber ſeine Krankheit nahm in ſo hohem Grade zu, daß man ſein Zelt in der Vega aufſchlagen mußte. Die Aerzte waren voller Beſtuͤrzung, und wußten nicht, welche Arznei ſie ihm verſchreiben ſollten. Nach weni⸗ gen Stunden ſtarb er unter Blutſpeien und heftigen Krämpfen. Der kaſtiliſche Prinz Don Philipp, der Bruder von Alonzo X. war an ſeiner Seite, als er ſtarb. Sein Körper wurde einbalſamirt, in einen ſil⸗ bernen Sarg gelegt, und unter ungeheuchelten Klagen ſeiner Unterthanen, die ihn als einen Vater beweinten, in der Alhambra in einem koſtbaren Marmorgrab beigeſetzt.
Dieß war der erleuchtete patriotiſche Fürſt, der die Alhambra gründete, deſſen Namen noch in ihren ſchön⸗ ſten und anmuthigſten Verzierungen glänzt, und deſſen Andenken geeignet iſt, die erhabenſten Erinnerungen bei denen hervorzurufen, die dieſe verfallenen Scenen ſeines Glanzes und Ruhmes betreten. Obgleich ſeine Unter⸗ nehmungen ausgedehnt, und ſeine Ausgaben unermeß⸗ lich waren, war ſeine Schatzkammer dennoch ſtets ge⸗ füllt, und dieſer ſcheinbare Widerſpruch gab Veranlaſ⸗ ſung zu dem Gerüchte, er ſey in den Zauberküunſten be⸗ wandert, und beſitze das Geheimniß, gemeinere Metalle in Gold zu verwandeln. Wer ſein häusliches Leben, wie es hier angedeutet iſt, beachtet, wird die natürliche Ma⸗ gie und die einfache Alchymie, welche den Ueberfluß in ſeine Schatzkammer brachte, leicht einſehen.


