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äbertrafen. Sodann ließ er die Gold⸗, Silber⸗ und an⸗ dere Minen, die in den bergigen Gegenden ſeines Reichs gefunden wurden, fleißig bearbeiten, und war der erſte König von Granada, welcher Gold⸗ und Silbermünzen unter ſeinem Namen ſlagen ließ, wobei er Sorge trug, daß die Münzen geſchickt ausgeprägt wurden.
Um dieſe Zeit, etwa in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts und unmittelbar nach ſeiner Rückkehr von der Belagerung von Sevilla begann er den glänzenden Palaſt der Alhambra; er beaufſichtete perſönlich den Bau, und miſchte ſich oft unter die Künſtler und Werk⸗ meiſter, und leitete ihre Arbeiten.
Obſchon ſo glanzreich in ſeinen Werken, und ſo groß in ſeinen Unterehmungen, war er von einfachen Sitten, und mäßig in ſeinen Genüſſen. Sein Kleid war nicht nur ohne Glanz, ſondern ſo einfach, daß es ihn nicht von ſeinen Unterthanen auszeichnete. Sein Harem konnte ſich nur weniger Schönheiten rühmen, und dieſe beſuchte er ſelten, obgleich ſie mit großem Glanze unter⸗ halten wurden. Seine Weiber waren Töchter der er⸗ ſten Edlen, und wurden von ihm als Freundinnen und verſtändige Gefährtinnen behandelt. Was mehr iſt, er wußte es dahin zu bringen, daß ſie als Freundinnen unter ſich lebten. Er brachte viele Zeit in den Gärten hin, beſonders in denen der Alhambra, welche er mit den ſeltenſten Pflanzen und den ſchönſten und duftigſten Blumen verſehen hatte. Hier ergötzte er ſich, indem er Geſchichten las, oder ſie ſich vorleſen und erzählen ließ; und zuweilen beſchäftigte er ſich in den Stunden der Muße mit dem Unterricht ſeiner drei Söhne, denen er
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