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ihn aber als Vaſſal an und ließ ihm die Herrſchaft über ſein Gebiet unter der Bedingung, daß er einen jährlichen Tribut zahle, bei den Cortes als einer der Edlen des Reichs ſich einſtelle und ihm im Kriege mit einer gewiſ⸗ ſen Zahl Reiter diene.
Nicht lange darauf wurde Muhamed zum Kriegs⸗ dienſt aufgefordert, um dem König Ferdinand bei ſeiner berühmten Belagerung von Sevilla beizuſtehen. Der mauriſche König zog mit fünfhundert erleſenen Reitern von Granada aus, denn niemand in der Welt wußte beſſer als ſie ein Pferd zu reiten und eine Lanze zu füh⸗ ren. Es war jedoch ein trauriger und demüthigender Dienſt, denn ſie ſollten ihr Schwert gegen ihre Glau⸗ bensbrüder ſchwingen.
Muhamed erlangte durch ſeine Tapferkeit bei dieſer berühmten Eroberung einen traurigen Ruhm, echtere Ehren aber durch die Milde, welche er König Ferdinand in der Kriegsführung auzunehmen veranlaſſte. Als im Jahr 1248 die berühmte Stadt Sevilla dem kaſtiliſchen König übergeben ward, kehrte Muhamed traurig und voller Gram in ſein Gebiet zurück. Er ſah das ſich ſammelnde Unheil, welches die Sache der Moslemin be⸗ drohte, und ließ jenen Spruch hören, den er oft im Augenblick der Noth und Verwirrung im Mund führte: «Wie beſchränkt und elend würde unſer Leben ſeyn, wenn unſere Hoffnung nicht ſo weit und ausgedehnt wäre.“
„Que angoste y miserabile seria nuestra vida, sino fuero tan dilatada y espaciosa nuestra esperanza!“
Als der betrübte Sieger ſeinem geliebten Granada nahte, ſtrömte das Volk mit freudiger Ungeduld heraus,


