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thum und Ueberfluß in dieſer ſchönen Stadt; an ihren Thoren drängte ſich der Handelsfleiß und die Waarenhäu⸗ ſer waren mit dem Luxus und den Guͤtern aller Länder und Himmelsſtriche gefüllt.
Während Muhamed Abu Alahmar ſein reizendes Land ſo weis und glücklich regierte, bedrohten ihn plötz⸗ lich die Schrecken des Kriegs. Die Chriſten benützten zu dieſer Zeit die Spaltung der Macht der Moslemin und ſetzten ſich raſch wieder in den Beſitz ihrer alten Gebiete. Jakob der Eroberer hatte ganz Valencia un⸗ terworfen und Ferdinand der Heilige trug ſeine ſlegreiche Waffen nach Andaluſten. Der letztere belagerte die Stadt Jaen und ſchwor, ſein Lager nicht eher aufzuheben, als bis er im Beſitz der Stadt wäre. Muhamed Abu Alah⸗ mar kannte das Unzureichende ſeiner Mittel, mit den mächtigen Herrſchern Caſtiliens einen Krieg zu unter⸗ halten. Er faßte daher einen plötzlichen Entſchluß, be⸗ gab ſich heimlich in das chriſtliche Lager und erſchien un⸗ erwartet vor König Ferdinand. Du ſſehſt in mir,„ ſagte er,«Muhamed, den König von Granada; ich ver⸗ traue deiner Ehre und begebe mich unter deinen Schutz. Empfange alles, was ich beſitze und nimm mich als dei⸗ nen Lehensmann an.“ Bei dieſen Worten knieete er nieder und küßte des Königs Hand als Zeichen der Un⸗ terwerfung. 3
König Ferdinand war durch dieſen Beweis offenen Vertrauens gerührt und beſchloß, ſich nicht an Edelmuth überbieten zu laſſen. Er hob ſeinen fruͤheren Nebenbah⸗ ler von der Erde auf und umarmte ihn als Freund; die Schätze, die er ihm anbot, wies er zurück, nahm


