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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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dem ungewiſſen Licht flatterte die Fledermaus umher und in dem Fiſchteich krächzte der Froſch.

Sanchica eilte nun ſo viel ſie konnte zu einer fernen Treppe, welche zu der ärmlichen Wohnung führte, die ihre Familie einnahm. Die Thüre war, wie gewöhnlich, offen, denn Lope Sanchez war zu arm, um Riegel oder Schloß zu bedürfen. Sie ſuchte ſtill ihr Lager, legte den Myrthenkranz neben ſich und verſank alsbald in Schlaf.

Am Morgen erzählte ſte ihrem Vater alles, was ihr begegnet war. Lope Sanchez aber betrachtete das Ganze als einen bloßen Traum und lachte das Kind we⸗ gen ſeiner Leichtgläubigkeit aus. Er ging ſeiner gewöhn⸗ lichen Arbeit in dem Garten nach, war aber noch nicht lange da, als ſein Töchterchen faſt athemlos gelaufen kam. Vater, Vater!» rief ſie: aſteh den Myrthen⸗ kranz, den mir die Mauriſche Dame um den Kopf ge⸗ wunden hatte.»

Lope Sanchez ſah mit Erſtaunen hin, denn der Stengel der Myrthe war von lauterm Gold und jedes Blatt war ein funkelnder Smaragd! Da er nicht viel mit Edelſteinen zu ſchaffen gehabt hatte, kannte er den wirklichen Werth des Kranzes nicht, aber ſah genug, um ſich für überzeugt zu halten, daß er etwas Weſent⸗ licheres ſey, als die Dinge, aus denen die Träume ge⸗ wöhnlich beſtehen, und daß das Kind auf jeden Fall

nicht ganz vergeblich geträumt habe. Seine erſte Sorge

war, ſeiner Tochter das unbedingteſte Stillſchweigen au⸗ zubefehlen; in dieſer Beziehung war er jedoch ſicher, denn ſie war verſchwiegener, als ihre Jahre und ihr Ge⸗