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ein ſchwaches Klirren von Waffen, Cymbelnklaug und Trompetenſchall, als wenn ein Heer in den Eingeweiden des Berges ſich zur Schlacht fertig mache.
Mit ſtummem Schrecken ging das Kind weg und eilte zu der Stelle, wo es ſeine Eltern und Geſpielin⸗ nen gelaſſen hatte. Alle waren fort. Das Freudenfeuer war am Erlöſchen und die letzten Rauchwolken kräuſel⸗ ten im Mondſchein empor. Die ſernen Feuer, welche auf der Vega und den Bergen entlang gelodert hatten, waren alle erloſchen und rings ſchien Alles in Ruhe ver⸗ ſunken zu ſeyn. Sanchica rief ihre Eltern und einige ihrer Geſpielinnen bei dem Namen, erhtelt aber keine Antwort. Sie lief die Seite des Bergs hinab und die Gärten des Generalife entlang, bis ſie in die Baum⸗ gänge kam, welche zur Alhambra führen, und wo ſtie ſich auf eine Bank im Gebuſch ſetzte, um Athem zu ſchöp⸗ fen. Die Glocke in dem Wartthurm der Alhambra ſchlug Mitternacht. Es herrſchte eine tiefe Ruhe, als wenn die ganze Natur ſchlieſe, nur daß ein ungeſehener Bach, der unter der Halle des Buſchwerks dahin floß, einen leiſen Klang verurſachte. Die ruhige Lieblichkeit der Nachtluft wiegte ſie in Schlaf, als ihr Auge von einem Glanze in der Entfernung getroffen ward und ſie zu ihrem Staunen einen langen Reiterzug mauriſcher Krieger erblickte, welche die Bergfeite hinab und die laubigen Gänge entlang eilten. Einige waren mit Lan⸗ zen und Schildern bewaffnet; andere mit Saͤbeln und Hellebarden, und mit polirten Harniſchen, welche im Mondſchein glänzten. Ihre Roſſe hoben ſich ſtolz und nirſchten auf ihr Gebis, aber ihr Schritt krachte nicht


