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weiden, ſein Hut und Mantel lagen in der Nähe des Loches, aber von ihm war nichts mehr zu hören.
Die kleine Sanchica lauſchte dieſer Geſchichte mit athemloſer Aufmerkſamkeit. Sie war neugierigen Cha⸗ rakters und fühlte ſogleich ein mächtiges Sehnen, in dieſe gefahrliche Tiefe zu ſchauen. Sie ſtahl ſich von ih⸗ ren Geſpielinnen weg, ſuchte die entferuten Trümmer, und nachdem ſie eine Zeitlang unter ihnen herumgekrochen war, kam ſie an eine kleine Aushöhlung oder Becken, nahe der Spitze des Berges, wo er ſich ſteil in das Thal des Darro hinabſenkt. In der Mitte dieſes Bek⸗ kens gaͤhnte die Oeffnung jenes Loches. Sanchica wagte ſich an den Rand und ſchaute hinein. Alles war ſchwarz wie Pech und gab ein Bild unermeßlicher Tiefe. Ihr Blut ward zu Eis; ſte ging zurück, blickte wieder hin, wollte weglaufen und warf noch einen Blick hinein— ſelbſt das Schanderhafte der Sache war ihr erfreulich. Zuletzt rollte ſie einen großen Stein herbei und warf ihn über den Rand. Eine Zeitlang ſiel er lautlos; dann traf er auf felſige Vorſprünge und ſie hörte ein ſtarkes Krachen, dann ſprang er rumpelnd und ppolternd von Seite zu Seite, mit donnerähnlichem Lärm, fiel endlich tief, tief unten in das Waſſer— und alles war wieder ſtill.
Dieſes Schweigen dauerte aber nicht lange. Es ſchien, als wäre etwas in dieſem öden Schlunde wach geworden. Ein murmelnder Ton erhob ſich nach und nach aus der Tiefe, wie das Summen eines Bienen⸗ ſtocks. Es wurde lauter und lauter; es war ein Getös ron Stimmen wie das Laͤrmen einer fernen Menge, und


