Gagathand an ein Band und hing es ihrem Töchterchen um deu Hals.
Der Anblick dieſes Talismans erinnerte an alle die beliebten abergläunbiſchen Mährchen von den Mauren. Der Tanz wurde vernachläſſigt und ſtie ſetzten ſich in Gruppen auf den Boden und erzählten ſich alte Ge⸗ ſchichten, die ſte von ihren Vorältern gehört hatten. Ei⸗ nige dieſer Erzählungen drehten ſich um die Wunder eben dieſes Berges, auf welchem ſie ſaßen und der ein be⸗ rühmtes Kobold⸗Revier iſt. Eine alte Frau gab eine weitläufige Schilderung von dem Palaſte in den Einge⸗ weiden dieſes Berges, wo der Sage nach Boabdil und ſein ganzer mauriſcher Hof feſtgebannt ſind. Unter je⸗ nen Trümmern, ſagte ſie und deutete auf einige zerfal⸗ lene Mauern und Erdwälle an einem fernen Theil des Berges, aiſt ein tiefes, dunktes Loch, das tief, tief in das Herz des Berges niedergeht. Um alles Geld von Granada möchte ich nicht hineinſehen. Eines Tages hü⸗ tete ein armer Mann auf der Alhambra Ziegen auf die⸗ ſem Berg und kletterte in das Loch hinab, einem Zieg⸗ lein nach, das hinein gefallen war. Ganz wild und ſtier kam er wieder heraus und erzählte von dem, was er geſehen hatte, Dinge, daß jeder glaubte, er ſey toll geworden. Er faſelte einige Tage von geſpenſtiſchen Mauren, die ihn in der Höhle verfolgt hätten, nnt konnte kaum äberredet werden, ſeine Ziegen wieder aut den Berg zu treiben. Er that dies endlich, aber ach, der arme Mann! er kam nie wieder herab. Die Nach barn fanden ſeine Ziegen um die manriſchen Trümmen


