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Lopez Sanchez, der nie vergnügter war als bei ei⸗ ner Feſtlichkeit dieſer Art, ſpielte Guitarre, man tanzte dazu und der Abend verging ſehr heiter. Während ge⸗ tanzt wurde, ſpielte die kleine Sanchica mit einigen ih⸗ rer Genoſſinnen in den Trümmern einer alten mauriſchen Veſte, welche den Berg krönt, und fand, waͤhrend ſle Steinchen in dem Graben ſuchte, eine kleine ſorgfältig in Gagat geſchnittene Hand, die Finger geſchloſſen, und den Daumen feſt auf ſie gedrückt. Ueberfroh über ihr Glück, lief ſie mit ihrem Funde zu der Mutter. Er wurde ſogleich ein Gegenſtand klugen Nachdenkens und manche betrachteten ihn mit abergläubiſchem Mißtrauen. «Wirf's weg»— ſagte der eine— es iſt Mauriſch— ſey überzeugt, es liegt Unheil und Hererei drin.“— „Keineswegs,» ſagte ein Anderer:«du kannſt es den Ju⸗ weliren des Zacatins verkaufen.“ Mitten in dieſer Ver⸗ handlung trat ein dunkelbrauner alter Soldat herzu, der in Afrika gedient hatte und einem Mohren glich. Er unterſuchte die Hand mit einem Kennerblick. Ich habe Dinge dieſer Art bei den Mauren der Berberei geſehen,“ ſagte er: ces iſt ein kräftiges Mittel gegen das Scheek⸗ auge*) und alle Arten von Zauber⸗ und Herxenwerk. Ich wünſche Euch Glück, Lopez, das bedeutet Eurem Kinde etwas Gutes.»
Als Sanchez's Weib dies hörte, band ſie die kleine
*) Das Schrelauge ſchadet, als bezaubernder Blick, den Kindern. Sehr verbreiteter Aberglauben im Mor⸗ zenland. 8.


