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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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den Köfiz einer Menagerie grinzt. Niemand erkannte ihn jedoch für Manuel Borasco, denn dieſer furchtbare Ränuber war wegen ſeiner wilden Geſichtszüge berüchtigt und hatte keineswegs das launige Schielen des Gefan⸗ genen. Nicht allein aus der Stadt, ſondern aus allen Theilen des Landes kamen Beſucher und in den Köpfen des gemeinen Volkes ſtiegen allmählig Zweifel auf, ob doch nicht etwas Wahres an ſeiner Erzählung ſeyn könnte. Daß Boabdil und ſein Heer in dem Berge eingeſchloſſen, war eine alte Sage, welche viele der alten Einwohner von ihren Vätern gehört hatten. Haufen von Menſchen beſtiegen den Sonnenberg, oder vielmehr den Berg der heiligen Elena, um die von dem Soldaten erwähnte Höhle aufzuſuchen, und blickten und ſchauten in das ttefe dunkle Loch, das, niemand weiß wie weit, in den Berg hinab geht und hier bis auf den heutigen Tag— der fa⸗ belhafte Eingang zu der unterirdiſchen Wohnung Boab⸗ dil's— zu ſehen iſt.

Allmählig wurde der Soldat bei dem gemeinen Volke beliebt. Ein Freibeuter des Gebirgs iſt keines⸗ wegs der verhaßte Charakter in Spanien, wie es ein Räuber in andern Ländern iſt: im Gegentheil, er iſt eine Art ritterlicher Perſon in den Augen der niedern Klaſſen. Auch läßt ſich ſtets eine Neigung verſpüren, das Be⸗ nehmen der Vorgeſetzten zu bekritteln, und manche be⸗ gannen jetzt über die ſtrengen Maßregeln des alten Statt⸗ halters Manco zu murren und den Gefangenen in dem Lichte eines Martyrs zu betrachten.

Ueberdies war der Soldat ein luſtiger, poſſierlicher Burſche, welcher für jeden, der in die Naͤhe ſeines Fen⸗