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ſters kam, einen Scherz, und für jedes weibliche Weſen ein freundliches Wort bereit hatte. Er hatte ſich auch eine alte Guitarre verſchafft und ſaß an ſeinem Fenſter und ſang Balladen und Liebeslieder, zur großen Luſt der Weiber der Nachbarſchaft, die ſich an den Abenden auf dem Platze verſammelten und Boleros zu ſeiner Mufik tanzten. Er hatte ſeinen krauſen Bart hübſch aufgeputzt und ſein ſonneverbranntes Geſicht fand Gnade vor den Augen der Schönen und die ſittſame Dienerin des Statt⸗ halters erklärte, man könne ſeinem ſchiefen Blicke durch⸗ aus nicht widerſtehn. Dieſes mildherzige Madchen hatte von Anfang her eine innige Theilnahme an ſeinem Looſe gezeigt und da ſie ſich vergebens bemüht hatte, den Statthalter zu erweichen, fand ſie Mittel, die Strenge ſeiner Gefangenſchaft heimlich zu mildern. Jeden Tag brachte ſie dem Gefangenen einige Broſamen des Troſtes, die von des Statthalters Tafel gefallen oder ſeiner Speiſekammer entzogen worden waren, ſo wie auch manchmal eine erheiternde Flaſche guten Val di Pennas oder trefflichen Malaga.
Während dieſer Verrath an dem Herrn in dem Mittelpunkt der Citadelle des alten Statthalters vor ſich ging, zog ſich ein Sturm offenen Kriegs bei ſeinen äußern Feinden zuſammen. Der Umſtand, daß ein Sack mit Gold und Iunwelen an der Perſon eines angeblichen Räuders gefunden worden ſey, wurde zu Granada mit vielen Uebertreibungen erzählt. Alsbald erhob des Statt⸗ halters eingefleiſchter Feind, der Gencral, einen Streit üder die Territorial⸗Gerichtsbarkeit. Er beſtand darauf, der Gefangene ſey außerhalh des Gebietes der Alhambra,


