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Die Alhambra, oder das neue Skizzenbuch / von Washington Irving
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wie einige glauben, dem Teufel verſchrieben gehabt und habe die ganze Veſte unter einen Zauberbann gelegt. Dadurch war ſie mehrere hundert Jahre geſtanden, trotz Stürmen und Erdbeben, waͤhrend faſt alle andern man⸗ riſchen Gebäͤnde zerfallen oder verſchwunden wären. Die⸗ ſer Zauber, ging die Sage weiter, würde dauern, bis die Hand an den äußern Bogen nieder reiche und den Schlüſſel ergreife, wo denn das ganze Gebäude in Trüm⸗ mer zerfallen und alle von den Manren unter demſelben vergrabenen Schätze an das Licht kommen würden.

Trotz dieſer unheilſchwangern Prophezeiung wagten wir es, durch den bezauberten Thorweg zu ſchreiten, in⸗ dem wir ein wenig Zuverſicht gegen die Zauberkünſte in dem Schutze der Jungfrau fanden, von der wir eine Statue über dem Portal bemerkten.

Wir gingen durch die Warte, ſtiegen eine kleine, durch Mauern ſich windende Gaſſe hinan und kamen auf eine offene Esplanade innerhalb der Veſte, die Plaza de los Algibes, oder Platz der Ciſternen genannt, wegen der großen Waſſerbehälter unter demſelben, welche zum Bedarf der Veſte von den Mauren in den lebendigen Fels gehauen wurden. Auch iſt hier ein Brunnen von unermeßlicher Tiefe, welcher das klarſte und kälteſte Waſſer liefert,— ein ferneres Denkmal des zarten Ge⸗ ſchmacks der Mauren, welche in ihren Bemühungen, die⸗ ſes Element in ſeiner kryſtallnen Reinheit zu erhalten, unermüdlich waren.

Auf der Vorderſeite dieſer Eeplanade iſt das glän⸗ zende Gebäude, welches Karl V. angefangen und das, wie man ſagt, die Wohnung der mauriſchen Könige