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man das Thor der Gerechtigkeit, von dem Gerichte, welches während der mohamedaniſchen Herrſchaft zum un⸗ mittelbaren Richterſpruch über bleine Streitſachen in dem bedeckten Gang deſſelben gehalten wurde, eine Sitte, welche der orientaliſchen Nation gemein iſt und auf die in der heiligen Schrift gelegentlich angeſpielt wird.
Die große Vorhalle, oder den Thorgang bildet ein unermeßlicher arabiſcher Bogen, in Form eines Hufeiſens zur halben Höhe des Thurmes emporſpringend. Auf dem Schlußſtein dieſes Bogens iſt eine rieſige Hand einge⸗ hauen. In dem Gange, auf dem Schlußſtein des Por⸗ tals, iſt in gleicher Art ein gigantiſcher Schlüſſel zu ſe⸗ hen. Die, welche einige Kenntniß von den mohamedani⸗ ſchen Symbolen zu haben glauben, behaupten, die Hand ſey das Sinnbild der Wiſſenſchaft, der Schlüſſel das des Glaubens; der letztere, ſagen ſie, ſey auf der Fahne der Mosleminen zu ſehen geweſen, als ſie Andaluſien unterjochten— ein Gegeuſtück zu dem chriſtlichen Sinn⸗ bild des Kreuzes. Eine andere Erklärung gab uns aber der rechtmäßige Sohn der Alhambra, die auch mehr in Einklang mit den Anſichten des gemeinen Volkes war, an alles, was mauriſch iſt, etwas Geheimnißvolles und Magiſches knüpft und jede Art Aberglauben mit dieſer
alten mohamedaniſchen Veſte verbindet.
Mateo zufolge war es eine von den älteſten Bewoh⸗ gern herrührende Sage, die er von ſeinem Vater und Großvater gehört hatte, daß die Hand und der Schlüſ⸗ ſel magiſche Bilder ſeyen, von denen das Schickſal der Alhambra abhänge. Der mauriſche König, der ſie ge⸗ baut, ſey ein großer Zauberer geweſen, oder habe ſich,


